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 Arzneipflanze des Jahres 2018
 

 Andorn - Marrubium vulgare

Der Andorn ist außerhalb von Fachkreisen hierzulande nahezu unbekannt. Dabei gehörte der stattliche Lippenblütler (Lamiaceae) von der Antike bis weit in die Neuzeit zu den wichtigsten Arzneipflanzen Europas und ist auch aktuell keineswegs völlig aus der Heilkunde verschwunden. Der Einsatz der Pflanze bei Katarrhen der Atemwege sowie bei Verdauungsbeschwerden ist bereits seit über 2000 Jahren dokumentiert. Heute wird Andornkraut zur Schleimlösung bei Husten im Rahmen von Erkältungen angewendet. Es wirkt schleimlösend [Literatur 1] bei festsitzendem Schleim, antientzündlich [Literatur 2,3] und krampflösend [Literatur 4,5]. Aufgrund seiner herausragenden historischen Bedeutung und der umfangreichen Dokumentation seiner Wirkungen hat der "Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde" an der Universität Würzburg den Andorn zur Arzneipflanze des Jahres 2018 gewählt.


Andorn steht mit seiner kugeligen, vielblütigen Scheinquirlen zwischen Ackerminze und Melisse; die Blätter sind jedoch kleiner, rundlich bis herzförmig, und besitzen auf der Oberseite ein tief eingesenktes Nervennetz, während sie unten stark filzig behaart sind. Die unverzweigten Stängel werden bis zu 80 cm hoch. Er kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, findet sich in warmen und trockenen Regionen als Auswilderung aus dem früher weit verbreiteten Anbau als Heilpflanze auch nördlich der Alpen bis nach Südskandinavien.

Unter den Arzneipflanzen aus der Familie der Lippenblütler sticht der Andorn durch seine kräftigen Bitter- und Gerbstoffe hervor, während nur ganz wenig ätherisches Öl zu finden ist. Durchaus zutreffend urteilt deshalb der berühmte Abt und Dichter Walahfrid im 9. Jahrhundert: "Er duftet süß, schmeckt aber scharf."

Bittere Medizin = gesunde Medizin

Unter den Arzneipflanzen aus der Familie der Lippenblütler sticht der Andorn durch seine kräftigen Bitter- und Gerbstoffe hervor. Neben dem wirksamkeitsbestimmenden Bitterstoff Marrubiin enthält das Kraut unter anderem Flavonoide, stickstoffhaltige Verbindungen und ätherisches Öl. Andorn wird traditionell bei Bronchialkatarrhen sowie bei Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit eingesetzt. Verschiedene Studien belegen die Wirkung des Andornkrauts zur Schleimlösung bei Husten im Rahmen von Erkältungen [Literatur 1]. Andorn-Bronchialtropfen werden daher bei verschleimten, verkrampften und entzündeten Bronchien erfolgreich angewendet.  Das pflanzliche Arzneimittel ist zugelassen für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren.

Darüber hinaus entdeckten Forscher erst in jüngerer Zeit einen altbekannten Mechanismus wieder, der eine weitergehende therapeutische Relevanz von Bitterstoffen unterstreicht: Medizin muss manchmal bitter schmecken, wenn sie wirken soll [Literatur 6,7]. Die Bedeutung von Bitterstoffen für den menschlichen Körper zeigt sich bereits darin, dass uns die Natur mit jeweils nur einem einzigen Rezeptortyp für süß, salzig, sauer und umami (japanisch für "würzig", "schmackhaft"), aber mit 25 verschiedenen Bitterrezeptoren ausgestattet hat, die uns zumindest theoretisch in die Lage versetzen, Tausende von Bittersubstanzen zu erkennen.

Solche Rezeptoren für Bitterstoffe sind nicht nur z .B. auf der Zunge sowie im Mund- und Rachenraum lokalisiert, sondern wurden auch auf glatten Muskelzellen des Bronchialsystems gefunden. Dort verursacht ihre Aktivierung eine Erweiterung von verengten Bronchien, die zu einer verbesserten Sauerstoffaufnahme und erleichterten Schleimentfernung führt [Literatur 8]. Eine Studie von Wissenschaftlern aus den USA weist außerdem darauf hin, dass die gezielte Stimulation dieser Rezeptoren mit Bitterstoffen eine Stärkung des Immunsystems zu bewirken vermag [Literatur 9]. Eine verstärkte Stimulation der Bitterrezeptoren könnte einen größeren Schutz vor Infektionen bieten, während eine niedrigere Funktion die Anfälligkeit für Infekte erhöht, schlussfolgern die Forscher.

Andornkraut wirkt auch choleretisch, d.h. es hat eine den Gallenfluss fördernde Wirkung, was die positiven Effekte bei Verdauungsbeschwerden unterstützt. Die Pflanze kann als Tee zubereitet werden, als Fertigarzneimittel stehen ein Fluidextrakt in Form von Bronchialtropfen und ein Frischpflanzenpresssaft zur Verfügung.


Arzneipflanze mit großer historischer Bedeutung

Für die Wahl des Andorns zur Arzneipflanze des Jahres 2018 war die historische Bedeutung der Pflanze mit ausschlaggebend. Von der Antike bis weit in die Neuzeit hinein gehörte der Andorn zu den beliebtesten Heilpflanzen in Europa. Nach Plinius dem Älteren (gest. 79 nach Chr.) war die Pflanze als "eines der vorzüglichsten Kräuter" bekannt. Sie wurde vor allem bei Lungenerkrankungen und hartnäckigem Husten eingesetzt, aber auch bei Brüchen, Verstauchungen, Krämpfen und Erkrankungen der Sehnen. Der zeitgleich wirkende griechische Arzt Dioskurides nennt Schwindsucht, Asthma und Husten als die ersten Anwendungsgebiete.

Der bereits erwähnte Walahfrid Strabo preist den Andorn nicht nur bei "starken Beklemmungen der Brust" sondern auch als schnelles Mittel gegen Giftanschläge, etwa durch böse Stiefmütter: "Sollten die Stiefmütter in feindseliger Absicht Gifte zubereiten und in das Getränk mischen oder Eisenhut zum Verderben in trügerische Speisen mengen, so vertreibt ein Trank des heilkräftigen Andorn, unverzüglich eingenommen, die lebensbedrohenden Gefahren."

Hildegard von Bingen empfiehlt eine Abkochung von Andorn, Fenchel und Dill mit Wein gegen starken Husten.
In allen einschlägigen Werken bis ins 18. Jahrhundert hinein werden zudem auch Ohrenschmerzen und Probleme bei der Geburt sowie Menstruationsbeschwerden unter den Indikationen angeführt.
Im 19. Jahrhundert konzentrierte sich die Anwendung auf die schleimlösende Wirkung in den Atemwegen und auf Verdauungsprobleme. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts diskutierte man in Frankreich jedoch für etwa drei Jahrzehnte eine Wirkung bei Malaria.

Kulturgeschichtlich ist der Andorn eine hochinteressante Pflanze, die auch unter medizinischen Aspekten wohl zu Unrecht in Vergessenheit geriet. Neue Forschungen sind jedoch dringend erforderlich, um das Potential der Pflanze ausloten zu können. Was jedoch wohl nie wirklich geklärt werden wird, ist die Bedeutung des deutschen Namens; es ist völlig unklar, was Andorn, ohne Dornen (an-dorn) bei diesem Lippenblütler uns sagen soll.
 
 

Arzneipflanze des Jahres 2017
 
ist der Echte Saathafer - Avena sativa 
 
über den nachstehenden Link erhalten sie wertvolle Informationen: 
 
 
Hafer ist eine einjährige Pflanze, die als Getreideart auf Feldern gesät wird. Aus Wurzelbündeln wachsen knotige Halme hervor, sie schließen mit rispenartigen Blütenständen ab. Die überhängenden Ähren werden von zwei Spelzen bedeckt. Die Frucht ist ein Korn.
Für Heilzwecke wird hauptsächlich das Korn und in geringerem Maße auch die Halme verwendet.
Aus den reifen trockenen Ähren werden die Körner gedroschen, maschinell geschält und zu Haferflocken gequetscht. Sie enthalten wertvolles Eiweiß, Glukokinine, den Komplex der Vitamine B, Pantothensäure, Karotine, Enzyme, Stärke und Mineralstoffe, vor allem kieselsaure Salze.
Aus den Haferflocken kann man nahrhafte Suppen und Brei für Rekonvaleszenten nach schweren Krankheiten, Operationen und Durchfällen bereiten. Ein Tee aus 2 bis 3 kleinen Löffeln Haferflocken je Tasse Wasser(3 x täglich) kann den Appetit erhöhen und Hals- und Brustschmerzen lindern. Er wirkt auch kräftigend bei geistiger Erschöpfung, Nervosität und Schlaflosigkeit, senkt die Tätigkeit der Schilddrüse, hilft bei der Zuckerkrankheit und Sklerose und senkt den Blutdruck.
Aus Haferheu werden Bäder gegen rheumatische Schmerzen, Ischias, Lähmungen und Leberkrankheiten bereitet. Der Absud heilt auch Ekzeme, Erfrierungen und Krätze.
 
 

 Baum des Jahres 2018 - die Ess-Kastanie
 
Der botanische Blick richtet sich 2018 auf eine in Deutschland eher seltene Baumart: Die
Ess-Kastanie. Wo sie wächst überrascht Castanea sativa jedoch mit kulinarischer wie
praktischer Vielseitigkeit – und nicht zuletzt mit ihrer reizvollen Blütenpracht. Bei der
Ausrufung am 26. Oktober im Berliner Zoo durch die Baum des Jahres Stiftung, pflanzte
Dr. Silvius Wodarz gemeinsam mit der frischgebackenen Deutschen Baumkönigin 2018
Anne Köhler den Jahresbaum. Schirmherr Minister Peter Hauk (MdL) freut sich auf ein
wegweisendes Jahr für die Ess-Kastanie.
Das Kuratorium Baum des Jahres schlug den Jahresbaum vor - die Stiftung Baum des Jahres
hat entschieden: 2018 soll im Zeichen der Ess-Kastanie stehen. "Die Ess-Kastanie hat eine
recht junge Geschichte in unseren Breiten" erklärt die Deutsche Baumkönigin 2018 "Sie gilt zwar
nicht als heimische Baumart, gehört aber – zumindest in Südwestdeutschland – längst in die
über Jahrtausende entstandene Kulturlandschaft."
Genussbaum: Weinbau
Wann die ersten Ess-Kastanien ihre Zweige in den Himmel des heutigen Deutschlands reckten
ist nicht sicher überliefert. Die Griechen etablierten den Baum im Mittelmeerraum, bereits in der
Bronzezeit fanden sich Anbaugebiete in Südfrankreich. Gut möglich, dass die eine oder andere
Ess-Kastanie sich schon damals über Handelsrouten nach Germanien verirrt hat. Die Römer
brachten sie schließlich vor rund 2000 Jahren über die Alpen, erkannten die günstigen
botanischen Voraussetzungen und etablierten die Art besonders entlang des Rheins, der Nahe,
der Mosel und der Saar. Fortan waren Weinbau und Ess-Kastanie nicht mehr voneinander
wegzudenken: Aus dem gegen Verrottung erstaunlich resistenten Kastanienholz fertigten
Winzer Rebstöcke – meist wuchs der Ess-Kastanienhain direkt oberhalb des Weinbergs. Das
Holz erwies sich weiter als brauchbares Material für den Hausbau, Fassdauben, Masten, als
Brennholz und Gerberlohe.
Genussbaum: Die Früchte
Wohl noch bedeutender als für den Weinbau war die Ess-Kastanie lange für die Ernährung der
Bevölkerung: Die fettarmen, stärkereichen und süßlichen Maronen blieben nach Missernten oft
das lebensrettende Nahrungsmittel. Botanisch betrachtet sind Ess-Kastanien Nüsse, weniger
fett als Walnuss oder Haselnuss, jedoch reich an Kohlehydraten. Wohlhabende Bürger der
Antike genossen sie – wie heute – eher als kulinarisches Beiwerk. Die Früchte gewann man in
lockeren Beständen (Sleven). Auch wenn die Kulturen heute weitgehend aufgegeben sind,
prägen die (inzwischen) stattlichen Bäume noch die Landschaft – insbesondere den Ostrand
des Pfälzerwaldes und den Westhang des Schwarzwaldes (Ortenaukreis). Als Weizenalternative
könnte die Ess-Kastanie bald eine Renaissance erleben: Neben köstlicher Nascherei in der
kalten Jahreszeit, lassen sich die Früchte in getrockneter Form mahlen. Brot und Gebäck aus
Ess-Kastanienmehl sind glutenfrei und damit für Allergiker eine willkommene Erweiterung des
Speisezettels.
 

Heilpflanze des Jahres 2018
 
Ingwer (Zingiber officinale) –scharfe Knolle, große Wirkung 

In nahezu jedem Supermarkt wird dieser knollige Wurzelstock zum Kauf angeboten. Seine Bekanntheit und Beliebtheit stieg, als asiatische Restaurants in Europa Fuß fassten. "Der Ingwer verleiht zum einen Speisen eine interessante fernöstliche Würze, zum anderen hat er ein erwiesenermaßen breites Wirkspektrum auf medizinischem Gebiet", erklärt Konrad Jungnickel. Der Heilpraktiker ist Vorsitzender des Vereins.

Beeindruckende Wirkungen - gestern und heute
Wie viele Heil- und Gewürzpflanzen hat auch Ingwer vor allem in seiner Heimat Asien eine lange Tradition. Der chinesische Kaiser Shen nung soll schon Jahrtausende vor Christus den Ingwer in seinem Werk über Arzneipflanzen "Shen nung pen ts‘ ao king" als kräftigend erwähnt haben. Vom chinesischen Philosophen Konfuzius (551- 479 v. Chr.) ist überliefert, dass er seine Mahlzeiten nie ohne Ingwer zu sich nahm.
Der griechische Arzt Dioskurides schrieb im 1. Jahrhundert nach Christus den Ingwerknollen "erwärmende, die Verdauung befördernde Kraft" zu. " Sie regen den Bauch milde an und sind gut für den Magen."
Später verordnete Hildegard von Bingen (1098-1179) zur Unterstützung der Behandlung von Podagra einen Abführtrank, der neben Ingwer auch Bertram und Pfeffer enthielt.
Paracelsus (1493-1541) führte den Ingwer in Rezepten zur innerlichen Anwendung an, z.B. bei Fieber und als Allheilmittel, wie auch äußerlich als Pflaster bei Brüchen und stumpfen Verletzungen.
Adam Lonitzer (1528-1586) empfahl den Ingwer ebenfalls für eine bessere Verdauung: "Wein/darinnen Imber und Kümmel gesotten/ist gut wider Wehetun des Magens und Gedärms/so von Winden kommen/und macht wohl dauen."

Heute gibt es zahlreiche Studien, welche die vielseitige Wirksamkeit von Ingwer wissenschaftlich bestätigen. So lindert er Brechreiz und Erbrechen und wirkt ebenso effektiv bei Reisekrankheit wie synthetische Medikamente. Weiterhin regt Ingwer die Darmperistaltik an, fördert die Speichel-, Magensaft- und Gallensekretion und verhindert Völlegefühl nach üppigem Essen. Klinische Studien haben gezeigt, dass Ingwer Schmerz reduziert und daher bei rheumatischen Erkrankungen dienlich ist. Ferner wurden krampflösende und tumorhemmende Eigenschaften beobachtet.
Die Erfahrungsmedizin nutzt ihn außerdem bei Erkältungen und Husten, bei Menstruationsbeschwerden, bei Rückenschmerzen und Migräne.
Das ätherische Öl ist nicht scharf und wirkt auf körperlicher Ebene hautfreundlich, vitalisierend sowie virushemmend auf Herpes-Viren, auf seelischer Ebene stabilisierend und stimmungsaufhellend.

Erfahrungsmedizin anderer Länder
Ingwer ist eine der wichtigsten Pflanzen in der traditionellen indischen Medizin (Ayurveda). Sie unterscheidet zwischen den Wirkungen des frischen Ingwers (z.B. bei Brechreiz) und des getrockneten Ingwers (z.B. bei Atemwegserkrankungen). In einer alten indischen Redensart heißt es, dass es keine Tinktur ohne Ingwer gibt. Er soll die Heilfähigkeit anderer Pflanzen verstärken.
In Malaysia bekämpft man Übelkeit, Schwindel und Kopfweh, indem Stirn und Nacken mit einer frisch geschnittenen Scheibe Ingwer eingerieben werden.
In Indonesien wird Ingwer und gekochter Reis zerquetscht und als Auflage zur Linderung von Gelenkschmerzen verwendet.
In China ist der Wurzelstock volksmedizinisch bekannt u. a. als Mittel gegen Wassersucht, bei Zahnschmerzen und als Gegenmittel bei Pilzvergiftungen. Gegen Durchfall und zur Blutstillung kennt die chinesische Medizin den in heißer Asche gerösteten Ingwer-Wurzelstock. Außerdem gelten die Blätter als verdauungsfördernd, die Stängel als Wurmmittel.
Ein Mittel gegen Rheumatismus ist für die Nomaden des Atlasgebirges in Marokko pulverisierter Ingwer in Milch gekocht. Diese Mischung wird am Abend vor dem Schlafengehen eingenommen.

Nützlich für Tiere
Auch zur Behandlung von Tieren wird Ingwer verwendet. Mit Ingwertee oder geschnittenem Ingwer kann z. B. bei Geflügel ein Befall des Darmes mit Parasiten verhindert werden.
Außerdem ist er ein hervorragendes Schmerzmittel für Pferde, die unter Arthrose leiden. Dabei benötigen sie eine bedeutend geringere Dosis Ingwer pro Kilogramm Körpergewicht als Menschen, vermutlich deshalb, weil die entzündungshemmenden Inhaltsstoffe langsamer in deren Magen zersetzt werden.
Von einer anderen Art der Verwendung berichtet eine Anekdote, nach der früher geschäftstüchtige Pferdehändler in Amerika ihren geschwächten alten Pferden Ingwer als Zäpfchen eingeführt haben sollen. Das soll sie dazu gebracht haben, ihren Schweif aufzurichten, ein Zeichen jugendlichen Feuers.

Wertvolle Inhaltsstoffe
Der Ingwer-Wurzelstock enthält bis zu 3 % ätherisches Öl, welches je nach Herkunft sehr unterschiedlich zusammengesetzt sein kann. Es findet sich in den unter der Korkschicht liegenden Sekretzellen. Deshalb sollte Ingwer nicht geschält, sondern der Kork höchstens vorsichtig mit einem Löffel abgeschabt werden.
Außerdem beinhaltet die Knolle die Scharfstoffe Gingerol und Shogaol. Letzteres entsteht erst durch Lagerung und Trocknung des Wurzelstockes. Beide Scharfstoffe haben therapeutisch wertvolle Wirkungen. Der Inhaltsstoff Zingeron bildet sich durch weiteren Abbau der Scharfstoffe. Er schmeckt nicht mehr scharf und deutet auf minderwertige Ware durch Überlagerung hin.
Um die wirksamen Inhaltsstoffe herauszulösen, wird zum einen durch Wasserdampf-Destillation das ätherische Öl gewonnen, wobei die wasserunlöslichen Scharfstoffe nicht mit in das Öl gelangen. Zum anderen entsteht durch alkoholische Extraktion das Ingwer-Oleoresin, ein harziges Gemisch, was ätherisches Öl und Scharfstoffe vereint. Es wird zur Aromatisierung von Lebensmitteln, in Kosmetik und Parfümerie verwendet.

Ingwer-Arznei - selbst hergestellt
Im Handel sind Fertigpräparate mit Ingwer in Form von Kapseln, ätherischem Öl, in flüssigen Kombinationspräparaten oder als kandierter Ingwer erhältlich. Wer selbst aktiv sein will, kann sich Ingwer-Medizin selbst herstellen:
Bei Appetitlosigkeit, Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit und Reisekrankheit helfen z. B. Ingwer-Tee oder -Tinktur.
Tee: Einen Teelöffel gepulverte Droge oder frischen geriebenen Ingwer mit 200 ml heißem Wasser überbrühen. 5 bis 10 Minuten ziehen lassen, dabei das Gefäß abdecken, damit das ätherische Öl möglichst nicht entweicht. ½ Stunde vor dem Essen bzw. vor Reiseantritt trinken.
Tinktur: 50 g Ingwer in dünne Scheiben schneiden, mit 200 ml 50%igem Alkohol auffüllen, 10 bis 20 Tage unter täglichem Umschütteln extrahieren, abseihen, in dunkle Flaschen füllen und gut verschließen. 20 bis 30 Tropfen Ingwer-Tinktur in einem Glas lauwarmen Wasser ½ Stunde vor dem Essen bzw. vor Reiseantritt einnehmen.
Auflage
Bei rheumatischen Erkrankungen, Prellungen und Muskelverspannungen wirkt eine Ingwer-Auflage lindernd. Dazu werden 3 Esslöffel geriebener Ingwer mit ½ Liter kochendem Wasser übergossen. Nach 5 Minuten Ziehen im geschlossenen Topf ein Baumwolltuch in dem Aufguss tränken, auswringen und auflegen, darüber ein wärmendes Tuch decken und etwa 40 Minuten auf dem Körper belassen. Danach auf die behandelte Stelle ein pflegendes Hautöl auftragen.
Bei Krämpfen und Muskel- oder Gelenkschmerzen kann ein Ingwer-Bad oder eine Einreibung mit Ingwer-Öl Linderung verschaffen:
Bad:
Etwa 50 g Ingwer reiben, mit einem Liter kochendem Wasser aufbrühen, zugedeckt ¼ Stunde ziehen lassen und dann dem Badewasser zusetzen.
Öl:
Frischen, geriebenen Ingwer mit Hilfe einer Knoblauchpresse auspressen und den Saft mit der 4-fachen Menge Jojoba- oder Sesamöl vermischen. Dieses Gemisch ist vor dem Einreiben kräftig zu schütteln, da sich der wässrige Saft immer wieder vom fettigen Öl trennt.

Gewürz mit Heilwirkung
Für den Gebrauch als Gewürz lohnt es sich, Ingwer aus unterschiedlicher Herkunft zu testen, denn die Sorten verfügen über unterschiedlichen Geschmack. Dabei soll der Ingwer aus Nigeria am schärfsten sein, der aus Australien am mildesten. Die den Forderungen des Arzneibuches am besten entsprechende Sorte ist der Jamaika-Ingwer, aber auch Australischer und Bengalischer Ingwer.
Als Gewürz kann er sowohl herzhaften Gerichten wie Suppen, Fleisch- und Fischgerichten, als auch süßen Speisen wie z. B. Gebäck und Kuchen hinzugefügt werden. Im Mittelalter war Ingwer so beliebt, dass die Gasse der Gewürzkrämer in Basel "Imbergasse" benannt wurde. Von Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832) ist überliefert, dass er zu Teegesellschaften und Musikabenden neben feinsten Speisen wie Gänseleber, Kaviar und Lachs auch Ingwer servieren ließ. Aufgrund seiner früheren Kolonien in Ostasien findet sich in England der Ingwer (engl. Ginger) in vielen traditionellen Speisen und Getränken, z. B im Gingerbread (Lebkuchen), in Marmelade, in der Worcestersauce oder im Ginger Beer.
Die Schärfe des Ingwers hat für Fernsehkoch Alfons Schuhbeck "durchaus etwas Freches und Herausforderndes", was aber nicht ausschließt, dass er trotzdem gut kombinierbar mit anderen Gewürzen ist. "Knoblauch und Ingwer sind das Traumpaar schlechthin in meiner Küche.", schreibt er in einem seiner Kochbücher. Das erhöht laut Schuhbeck die wertvolle antioxidative Wirkung um 50%.

Andere Länder – andere Gerichte
Durch Einlegen in Salzlake, Reiswein oder Reisessig werden in China und Japan Ingwerscheiben haltbar gemacht.
Frisch geriebener Ingwer nebst Zwiebel und Knoblauch ergeben eine Paste, welche - kurz angebraten - als Grundlage für Soßen in Nordindien verwendet wird. Ein Snack, der in Indien an fast jeder Straßenecke zu finden ist, sind die "Samosas", gefüllte Teigtaschen, die u. a. kräftig mit Ingwer gewürzt werden.
In Marokko verfeinert Ingwer beispielsweise das Schmorgericht "Tajine", welches in einem gleichnamigen aus Lehm gebrannten Gefäß mit Deckel zubereitet wird. Es besteht meist aus Hammelfleisch und gemischtem Gemüse.

Die Verwandtschaft des Echten Ingwers
Zingiber officinale gehört zur artenreichen Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Nahe Verwandte des Echten Ingwers sind u. a. die Gewürze Kurkuma (Curcuma longa), Kardamom (Elettaria cardamomum) und Galgant (Alpinia officinarum), aber auch tropische Zierpflanzen wie der Rote Ingwer (Alpinia purpurata) oder der Gelbe Schmetterlings-Ingwer (Hedychium gardnerianum).
Ein spezieller "Ingwer-Garten" wurde im Botanischen Garten von Singapur angelegt. Über 550 Arten der Ordnung Zingiberales können hier bewundert werden. Dazu gehören z. B. auch Bananen- und Ananasgewächse oder Strelitziengewächse.

Die Pflanze
Die Pflanze stammt aus dem tropischen Klima von Asien – woher genau, ist allerdings nicht mehr festzustellen. Die Vermutungen reichen von Indien und Sri Lanka über Südostchina bis zum Bismarck-Archipel. Ingwer benötigt eine hohe Luftfeuchtigkeit ohne große Temperaturschwankungen, feuchten Boden und Halbschatten. Seine ursprüngliche Wildform scheint ausgestorben zu sein. Aber verwilderte Pflanzen sind häufig anzutreffen. Angebaut wird die Gewürz- und Heilpflanze in vielen tropischen Gegenden, vor allem in Indien und China, aber auch z. B. in Queensland in Australien, in Nigeria und Sierra Leone, auf Jamaika und in Peru.
Das Gewächs ist eine ausdauernde Staude mit einem horizontal kriechenden, geweihartig verzweigten Wurzelstock. Dieser wird als Rhizom bezeichnet und ist eine verdickte Sprossachse, die der Pflanze als Speicher- oder Überwinterungsorgan dient. Aus dieser wachsen etwa ein Meter hohe Stängel (in tropischen Gebieten auch bis zu 1,80 Meter) mit länglich-lanzettlichen Blättern, die der Pflanze ein schilfartiges Aussehen geben. Der Blütenstand, der einer zapfenartigen Ähre ähnelt, sitzt auf einem kurzen blattlosen Trieb. Aus diesem öffnen sich die einzelnen rot-gelblichen Blüten.
Blühende Pflanzen sind selten. Sie können sich über die gebildeten Samen vermehren. Diese Vegetationsphase bis zur "erwachsenen" Pflanze dauert jedoch sehr lang. Im kommerziellen Anbau wird sie vegetativ durch Teilung des Rhizoms vermehrt.
Die Ernte erfolgt nach 8 bis 10 Monaten. Für einen zarten, nicht faserigen Ingwer wird jedoch auch früher – nach 5 bis 6 Monaten - geerntet.

Anbau zu Hause ist möglich
Wer sich hier in Mitteleuropa seinen eigenen Ingwer heranziehen möchte, kann das in einem Topf in der Wohnung tun - in milden Weinanbauregionen kann es sogar im Freien gelingen. Im zeitigen Frühjahr besorgt man sich einen frischen Wurzelstock mit möglichst vielen "Augen", aus denen die Pflanze später treibt. Er wird in etwa 5 cm große Stücke geteilt (wobei jedes Stück mindestens ein Auge haben sollte), in einen breiten Topf mit durchlässiger Gartenerde gelegt und dünn mit Erde bedeckt. Um ein feucht-warmes Klima zu erzeugen, kann der Topf bis zum Austrieb der Pflanze mit einer Klarsichtfolie überspannt werden. Die Erde sollte stets feucht sein - Staunässe verträgt Ingwer nicht. Ein heller, aber nicht zu sonniger Platz und eine möglichst gleichbleibende Temperatur sind vorteilhaft. Wenn nach etwa 8 Monaten das Laub zu welken beginnt, kann der Ingwer geerntet werden. Für die weitere Kultur kann man ein Stück wieder in den Topf einsetzen. Der Wurzelstock übersteht bei 10 bis 15°C ohne Gießen den Winter.

Im Jahr 2018 wird der NHV Theophrastus Weiteres rund um den Ingwer auf der Internetseite www.nhv-theophrastus.de und in einer Broschüre veröffentlichen.

Der NHV Theophrastus setzt sich für die Verbreitung naturheilkundlichen Gedankengutes bei Jung und Alt ein. Seit 2003 kürt der Verein jährlich eine "Heilpflanze des Jahres", welche durch eine unabhängige Jury bestimmt wird. Vorgänger des Ingwers sind unter anderem Melisse, Anis und Gänseblümchen.
 
 

Heilpflanze des Jahres 2017
 
ist das Gänseblümchen (Bellis perennis) übersetzt "ewig schön" 
 
 
Die Wirkung von Gänseblümchen ist heute weitgehend in Vergessenheit geraten. 
 
In der modernen Pflanzenheilkunde wird sie nicht verwendet aber die Volksheilkunde nutzte das Gänseblümchen schon im Mittelalter bei verschiedenen Beschwerden.

Die Verwendung einer Prise Gänseblümchen in Teemischungen hat sich besonders in der Kinderheilkunde bewährt. Die Blüten sollen bei Schwächezuständen, Erkältung und Durchfall helfen. Zudem findet die Pflanze zum Beispiel bei Hautausschlägen, Verletzungen und bei Menstruationsbeschwerden Anwendung.  Unter Wildkräuterliebhabern ist das Gänseblümchen schon lange beliebt: Die Blätter, die geschlossenen Blüten-knospen sowie die geöffneten Blütenköpfchen lassen sich beispielsweise in Salat, Quark oder auf Brot genießen, sind nicht nur gesund und lecker sondern gleichzeitig ein Augenschmaus. Gänseblümchen sind eine wertvolle und preiswerte Nahrungsergänzung. Sie enthalten viel Vitamin C und wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Magnesium.


 
Frühjahrskur mit Kräutern
Bald ist es wieder so weit: Die besten und heilsamsten Nahrungsmittel liefert die Natur uns gratis. Eine Frühjahrskur zur Entgiftung und Entschlackung lohnt sich.
Bärlauch
Der Bärlauch ist eine altbekannte Gewürz-, Gemüse- und Heilpflanze. Die Pflanze ist zwar komplett essbar, genutzt
werden aber vorwiegend die Blätter, oft auch mit den Stängeln, frisch als Gewürz, für Pesto, Kräuterbutter oder ganz allgemein als Gemüse in der Frühjahrsküche.
Durch Hitzeeinwirkung werden die schwefelhaltigen Stoffe verändert, wodurch der Bärlauch viel von seinem
charakteristischen Geschmack verliert. Daher wird er meist roh und  klein geschnitten unter Salate oder andere
Speisen gemischt. Im Frühjahr kann Bärlauch auch den Schnittlauch oder das Zwiebelkraut ersetzen.
Die medizinische Wirkung ist den schwefelartigen ätherischen Ölen zuzuschreiben, die sich positiv auf Verdauung,
Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen auswirken. Des Weiteren ergibt sich eine effektive Heilwirkung bei
Arteriosklerose, Bluthochdruck und Darmerkrankungen. Zudem wirkt er Stoffwechsel anregend und wirkt sich positiv
auf den Cholesterinspiegel aus und hilft zudem bei Wurmbefall.
Bärlauchblätter sollte man nicht mit denen der hochgiftigen Maiglöckchen verwechseln.,,
 
Bärlauchschnaps zur Stärkung der Verdauung:
Die Blätter fein scheiden und in eine weiße, weithalsige Flasche (Kanne Brottrunk) füllen Etwa ein Drittel der Flasche
sollte ausgefüllt sein. Dann wird Korn (40%) über die Blätter gegossen An einem sonnigen Ort etwa vier bis sechs
Wochen stehen lassen. Dann die Blätter durch ein abseien und den Bärlauchschnaps in eine dunkle Flasche umfüllen.
Wie alle Bärlauchprodukte riecht der Schnaps intensiv, was auf die Umgebung abschreckend wirken kann.
Brennnesseln
als Suppe, Tee oder Spinat zubereitet, beinhaltet alle Vitamine und Spurenelemente die der Mensch braucht, sie
reinigt das Blut und vermehrt die roten Blutkörperchen. Und wenn sie dich beim Sammeln stechen, verpassen sie dir
eine gute Rheumaprophylaxe.
Löwenzahn
als Tee, Salat, anderen Gemüsen beigefügt, regt deinen gesamten Stoffwechsel an. Bauchspeicheldrüse,
Leber, Galle Dünndarm werden aktiviert.
 
 

    aglebensweise.de
 
Haben Sie schon mal
 
von Vitametik
 
gehört? /Kennen Sie
 
Vitametik?
 
 
 
 
Was ist Vitametik?
 
 
 
www.aglebensweise.de
 
Gespräch mit unserem Mitglied
 
Sabine Köble,
 
Vitametikerin aus Mainhardt.
 
 
 
Das Gespräch führte
 
Michael Hoppe,
 
Herausgeber des "Naturscheck" 
Vitametik ist eine ganzheitliche manuelle Behandlungsmethode, bei der die Körperintelligenz unterstützt wird, um Muskeln zu entspannen, Blockaden, Verkrampfungen oder Beschwerden zu lösen, sowie eine Entlastung des Nervensystems herbeizuführen. Der Körper kann sich überhängenden Ähren werden von zwei Spelzen be regenerieren und stellt seine natürliche Ordnung selbst wieder her. Es ist eine effektive Methode, um wieder "ins Lot" kommen zu können. kinine
Was geschieht bei der Vitametik? Das Interessante an der Vitametik-Methode ist, dass wir Vitametiker auf einer speziellen Liege mit einem einzigen kurzen, schnellen Druckimpuls an den seitlichen Halsmuskeln den gesamten KSDörper ansprechen! Denn das kurze Signal kommt sofort im Gehirn an und setzt eine Kettenreaktion der Entspannung in Gang.
Sie waren Jahrzehnte als Sportlehrerin tätig.Was hat Sie an der Vitametik begeistert? Stimmt, ich war im Schuldienst tätig und habe mich nebenbei im Gesundheitssport spezialisiert. Dadurch wusste ich, dass sehr viele Probleme mit Verspannungen einhergehen. Als ich zusammen mit meinem Mann eine Infoveranstaltung der Vitametik besuchte, habe ich durch meine anatomischen Vorkenntnisse sofort erkannt, dass mit dieser Methode Ursachen behoben und nicht nur Symptome behandelt werden. Genau an dem Punkt, an dem viele Methoden ausgereizt sind, kann die Vitametik weiter gehen. Ich dachte damals, einfach genial, dass ein sanfter Impuls so viel bewirken kann. Meine innere Stimme war sehr laut und ich meldete mich sofort zur Ausbildung an, obwohl ich bis dahin keine einzige vitametische Anwendung erfahren hatte und mir viele davon abrieten, da ich eine gute Arbeitsstelle hatte. Ich habe diese Entscheidung nie bereut und die Begeisterung ist heute, 15 Jahre später, eher noch größer, da ich ständig erfahren darf, zu welcher Erleichterung diese Entspannungsmethode bei meinen Kunden führt. Die Erfolgsquote spricht für sich.
Bei welchen Beschwerden findet die Vitametik Anwendung? Vitametik kann vom Säugling bis ins hohe Alter bei stress- und verspannungsbedingten Beschwerden eingesetzt werden, wie z.B. bei Kopfschmerzen, Migräne, Nackenverspannungen, Schulter- und Armbeschwerden, Rückenproblemen, Hexenschuss, Ischias, Bandscheibenvorfall, Beinlängendifferenz, Beckenschiefstand, Schlafstörungen oder zur Herstellung des inneren und äußeren Gleichgewichts.
Was meinen Sie mit innerem und äußerem Gleichgewicht? Damit meine ich das vegetative Nervensystem, das nicht von unserem Willen gesteuert werden kann und für viele lebenswichtige Funktionen im Körper zuständig ist. Wir sind zu stark in der Aktivität und zu wenig in der Ruhe. Die muskuläre Anspannung wirkt auf die Leitfähigkeit der Nerven. Wenn verspannte Muskeln auf Nerven drücken, wird deren Informationsfluss beeinträchtigt und es kann zu Fehlsteuerungen und Schmerzen kommen. Irgendwann führt das auch zu äußerer Verspannung und umgekehrt. Durch vitametische Anwendungen kann das Gehirn wieder lernen das Gleichgewicht herzustellen. Viele Kunden beschreiben nach der Anwendung eine innere Ruhe und Ausgeglichenheit.
Wieso wird der vitametische Impuls an der Halsmuskulatur durchgeführt? Ganz einfach, denn wenn wir unter Stress geraten, spannen sich immer zuerst die Nackenmuskeln an. Dies resultiert letztendlich in einem Beckenschiefstand und einer Beinlängendifferenz. Wir sind schief, aber merken es meist nicht. Wir sind nicht mehr in unserer Mitte! Im Bereich der seitlichen Halsmuskeln hat uns die Natur ein ganz spezielles Schaltzentrum gegeben, mittels einem wichtigen Nervenknotenpunkt, der direkt mit dem Gehirn in Verbindung steht. Blitzschnell wird der vitametische Impuls darauf gesetzt und die Erinnerung an Entspannung wieder eingeschaltet. Vergleichbar mit einem Lichtschalter oder dem Resetknopf am Computer. Bestenfalls ist die Beinlängendifferenz danach ausgeglichen.
Was passiert durch diesen Impuls im Körper, bzw. wie ist das möglich? Der kurze Druckimpuls löst eine Kettenreaktion aus, indem die Nervenfasern den Impuls aufnehmen und ihn ans Gehirn weitergeben. Dadurch hat es wieder die Möglichkeit, die richtigen Nervenimpulse in alle Organe bzw. Körperzellen auszusenden. Die Nerven werden vom Druck der verspannten Muskeln befreit, die Informationen können wieder ungehindert fließen und somit werden Dysbalancen und Krankheiten vorgebeugt. Die Selbstheilungskräfte werden aktiv und die Regeneration gefördert.
Wieviel Anwendungen benötigt man und was kosten diese? Ich rate jedem meiner Kunden, je nach Problematik auf jeden Fall eine Grundbehandlung mit 6-8 Anwendungen im wöchentlichen Abstand zu machen, damit das Gehirn wieder selbst in die Entspannung kommen kann. Unser Berufsverband gibt die Empfehlung, für die Erstanwendung zwischen € 40 und € 60, für Folgeanwendungen € 30 bis € 50 zu berechnen. Wir sind deutschlandweit ca. 300 Vitametiker und einige davon haben ihre Praxis in dieser Region.
Möchten Sie unseren Lesern noch etwas sagen? Ich bin sehr mit Dankbarkeit erfüllt, diese tiefgreifende Methode gefunden zu haben und die Menschen auf so einfache Art und Weise in ihrer Selbstheilung unterstützen zu können. Lernen Sie die Vitametik kennen und Sie werden begeistert sein!
Hinweis: Die Vitametik ersetzt nicht die Behandlung durch einen Arzt oder Heilpraktiker, ist jedoch eine wertvolle Ergänzung zu laufenden Behandlungen. Laufende ärztliche Behandlungen und Anordnungen sollen weitergeführt, bzw. künftige nicht hinaus geschoben oder unterlassen werden. 
 
     
 
 

 
 
aglebensweise.de
 
 
 
 


Quelle: aglebensweise.de
Stand: 18.09.18 um 15:35 Uhr